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Freitag, 5. Oktober 2012

Das späte Geständnis des Tristan Sadler

Ich verfluche Bücher bei denen ich fast nonstop weine oder die Tränen die ganze Zeit runterschlucken will. Und trotzdem suche ich sie mir immer wieder aus. Denn die berühren mich auf einen Weise, an die andere Bücher nicht einmal herankommen. Ich denke über sie nach und was derjenige oder diejenige besser machen könnte. Für eine lange Zeit.
Obwohl ich sehr viel denke und ich das Gefühl habe einfach nicht damit aufhören zu wollen, merke ich bei diesen Büchern über wie wenig ich doch nachdenke. 

In diesem Buch geht es um den englischen Soldaten Tristan Sadler im ersten Weltkrieg. Er überlebt ihn im Gegensatz zu seinem Kameraden Will. Nach dem Krieg möchte er Zeugnis bei Will's Schwester ablegen. Wie sie sich im Ausbildungslager kennenlernen, wie sie die Schiffspasage nach Frankreich mitten in den Krieg erlebten, wie sie im Graben kämpfen. Bis zuletzt schleppt er ein schreckliches Geheimnis mit sich herum und dies auch der Grund wieso er unbedingt alles erzählen will. Das Buch wechselt immer wieder zwischen der 'aktuellen' Zeit 1919 in die Kriegszeit 1916. Man weint auch ohne das schreckliche Geständnis genug und dies werdet ihr erst auf den letzten Seiten erfahren. Es bleibt spannend und lehrreich für diejenigen, die sich für die Kriegszeit und vorallem die Gefühle der Soldaten interessiert.


Mittwoch, 3. Oktober 2012

Blogvorstellung: Wonderland


Wonderland heisst der nächste wundervolle Blog. Wenn ihr kurz diese Blogvorstellung durchscrollt, merkt ihr sicher gleich um was für einen Blog es sich handelt. Fotografie ist Nina's grosse Leidenschaft. Nina ist 19 und lebt in Berlin. Oben sieht ihr eines ihrer Selbstportraits. Sie fing schon mit 14 Jahren an rumzuknipsen.
Mit einer kleinen Digitalkamera hat sie damals ihre Liebsten portraitiert und viele Dinge festgehalten. Später hat sie sich dann eher im Party- und Konzert- bzw. Alltagsleben mit der Fotografie beschäftigt, viele Partyfotos und einfach Just-For-Fun-Bilder unterwegs gemacht. Als sie allerdings letztes Jahr ihren Freund kennengelernt hat, hat er ihr ein paar grundlegende Sachen erklärt, die ihr gefehlt haben. Sie ist dann mit ihm und seinem Kumpel oft ,vor allem Nachts, draussen rumgelaufen und hat fotografiert und experimentiert. Seitdem probiert sie immer wieder neues, übe und entfalte sich immer und immer mehr in diesem Bereich und hofft, dass sich ihr noch viele Möglichkeiten bieten werden. 

Glücklicherweise möchte sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen. So richtig wollen, tut sie das noch allerdings noch nicht so lange. Viele Leute erzählen, man könne damit eh kaum Geld verdienen, das sei ein hartes Gewerbe und dass man auf jeden Fall einen Plan B haben sollte. Sowas wirkte sich sehr demotivierend auf sie - allerdings bekomme sie auf der anderen Seite ein enormes Feedback, nicht nur hier auf Blogger, sondern auch von ihrer Familie, Freunden und auch von ihr unbekannten Menschen verschiedensten Alters. Das hat ihr das Gefühl gegeben, dass es wirklich was werden könne, dass sie es schaffen kann, Menschen zu verzaubern und ihnen den Atem zu rauben. Ausserdem war der Moment, in dem das erste Mal jemand sich so richtig über die Bilder gefreut hat, die sie von ihm geschossen habe, etwas ganz besonderes. Sie freue sich jedesmal darüber, dass die Leute sich mit den Bildern wohlfühlen, sie gerne herzeigen und ihr vor allem auch vertrauen.

Da sie so märchenhaft schöne Bilder entstehen lässt, habe ich ihr einige Fragen zu Märchen gestellt. Lasst euch von ihr in ihre Märchenwelt entführen...

Was bedeuten dir Märchen?
Ich finde, Märchen sind etwas ganz besonderes. Sie gehören zu jeder Kindheit dazu und verzaubern schon seit Jahrhunderten immer wieder Kinder und Erwachsene genauso.

Kennst du viele?
Da ich mal so eine dicke Sammlung der Gebrüder Grimm hatte, kenne ich doch relativ viele würde ich sagen.






Welches ist dein Liebstes? Und wieso?
Mein Lieblingsmärchen ist auf jeden Fall Alice im Wunderland. Jetzt werden einige bestimmt sagen..."Äääh,das ist ja gar kein Märchen." Allerdings denke ich, dass das ursprüngliche Kinderbuch von Lewis Caroll sehr wohl ein Kunstmärchen ist. Mich beeindruckt einfach diese ganze Geschichte, die Charaktere und die Möglichkeit sich eben in dieses Wunderland zu flüchten, wenn die Realität mal zu viel wird. Deshalb ist wahrscheinlich auch die Tim Burton-Verfilmung des Buches mein absoluter Lieblingsfilm.


Magst du sie oder eher nicht?
Es gibt Märchen, die ich mag, manche aber auch nicht. Kommt ganz darauf an, wie sie mir in der Kindheit gefallen haben. Ich denke das prägt. 

Denkst du, dass Kinder aus Märchen Dinge fürs Leben lernen?
Ich schätze, dass kann man so pauschal gar nicht sagen. Natürlich haben die meisten Märchen so etwas wie eine Moral in sich, dennoch kommt es wieder ganz auf die Auffassung des Kindes an. Allerdings gibt es schon Dinge, die man mit auf den Weg bekommt.




Würdest du deinen Kindern Märchen vorlesen?
Ich würde meinen Kindern schon Märchen vorlesen, wenn sie es möchten. Allerdings bin ich auch dafür, dass sie dann auch bald selbst welche lesen (wenn sie es dann können :D). Das verschafft ihnen einfach nochmal eine andere Art und Weise, die Märchen zu erleben und sie für sich selbst zu begreifen.


Hat dir deine Mutter Märchen vorgelesen?
So genau erinnere ich mich gar nicht daran. Aber ich denke schon, dass sie das gemacht hat (: Allerdings hatte ich ja dann später meine eigenen Märchenbücher, die ich dann auch selbst gelesen habe.





Bevorzugst du Märchen oder fabeln?
An sich finde ich, dass Märchen etwas ausführlicher sind und mehr zum Träumen anregen. Fabeln sind eher etwas für zwischendurch oder für die Schule. Sie sind ja meist kürzer und haben am Ende eine Moral. Also bin ich dann doch eher für Märchen :D

Ist dein Leben ein Märchen?
Das ist wieder so schwierig zu sagen. Es kommt ja darauf an, was man aus seinem Leben macht. Als märchenhaft würde ich es vielleicht nicht bezeichnen, allerdings bin ich mit sehr vielen lieben Menschen und einer tollen Leidenschaft - der zur Fotografie - "gesegnet". Durch diese Dinge kann ich mir schon teilweise eine "Märchenwelt" schaffen, allerdings bin ich dann doch sehr froh, dass mein Leben real und nicht ausgedacht ist :D


Sollten Märchen immer positiv enden?
Das ist wieder so eine Ansichtssache. Nicht jeder sieht ein "Happy End" als ein Happy End an. Die Märchen sind gut, wie sie sind und ich mag es, dass sie jedem seinen Interpretationsfreiraum lassen.

So zurück in die reale Welt...auch wenn ich euch ungern zurückhole. Für die unter euch, die noch weiter in den schönen Bilder verweilen wollen, klickt unbedingt HIER. Auch für diejenigen, die sich gerne mit der Fotografie näher beschäftigen möchten hat sie einige Tipps:

Ganz wichtig ist es, nicht gleich aufzugeben, wenn es anfangs nicht so klappt, wie man sich das vorstellt. Man braucht zwar ein Händchen und ein Auge dafür, allerdings muss man auch geduldig und hartnäckig an der Sache dranbleiben. Ich glaube zum Anfang ist es wichtig, zu verstehen, wie ein Foto überhaupt entsteht, denn darauf baut alles auf und man kann dann die erlernte Technik und dieses Wissen benutzen, um die Momente perfekt einzufangen. Abgesehen davon muss man auch ein gewisses Improvisationstalent entwickeln, sich etwas einfallen lassen, wenn man eben noch keine Studioausrüstung oder kein Stativ hat.

Freitag, 14. September 2012

Blogvorstellung: Catilla

Ich mag Blogvorstellung. Nein, ich liebe sie eigentlich. Man entdeckt so viele neue tolle Blogs und gibt ihnen die Chance mehr Leser für sich zu gewinnen. Trotzdem wollte ich mein eigenes Blogvorstellungskonzept. Ich picke mir ein Thema und befrage die Vorgestellten - mit den Antworten geben sie mir stillschweigend die Einverständnis ihren Blog vorstellen zu dürfen. Genug Theorie - Praxis bitte!


Catilla (eine Mischung aus ihrem Namen Caterina und den ihres Freundes Till) nennt sie ihren Blog und handelt hauptsächlich von ihrer Fotografie, ihrer Outfits und ihr. Caterina (19) findet ihre Inspiration für ihre wunderschönen Bilder in allem möglichen; von Musik über Mode bishin zu Fotos. Für sie habe ich mir das Thema Zeit ausgesucht.


Was bedeutet dir Zeit?
Ich finde es wichtig, sich Zeit für die wichtigen Dinge im Leben zu nehmen.

Na gut, aber was sind für dich wichtige Dinge?
Mein Freund, meine Freunde, meine Familie, meine Hobbys und das Leben genießen. Ich schieb selten Stress und mach mir nie Druck. Ich denke, dass immer alles irgendwie gut wird. Daher nehme ich mir immer Zeit für das "Wichtige" anstatt tagelang zu lernen oder so :D
Lebst du schnell oder langsam?
Hm, mal so mal so.






Macht es dir Angst irgendwann einmal zu sterben?
Nein. Ich selbst hab keine Angst vor dem Tod, allerdings macht mich der Gedanke an die Zurückgebliebenen traurig. Es macht mich traurig daran zu denken, dass meine Familie und meine Freunde unendlich traurig wären und ich habe Angst einen geliebten Menschen zu verlieren.



Wie stehst du zu den Spuren (z.B. Falten) der Zeit?
Ich finde, man sollte dazu stehen. Finde es sogar irgendwie schön.




Einige Menschen glauben, die Mayas sagen, dass am 21. Dezember 2012 die Welt untergeht - was würdest du tun, wenn du es glauben würdest?
Ich würde nichts anderes tun als jetzt eh schon :) Die Zeit geniessen und mich nicht verrückt machen!


Lebst du nach Zeiten(Terminplan) oder einfach in den Alltag hinein?
In den Alltag hinein :D Bin sowas von ungeplant! 
Ihre Antworten machen von mir aus ihren Blog noch liebenswürdiger. Und dann noch diese fantastischen kleine Werke - auf was wartet ihr denn noch, unbedingt HIER klicken!

Mittwoch, 5. September 2012

Buch: Der Klang der Fremde


Wir hören jeden Tag von Einwanderen und kennen, die für uns damit verbundenen Probleme. Was ist aber mit deren Problemen? Hat sich schon jemand darüber Gedanken gemacht?


Dieses kleine, berührende Buch erzählt von Erinnerungen der Autorin Kim Thùy. Als Bootpeople flüchtete ihre Familie damals aus Vietnam und kam mit mehreren Stops schlussendlich in Kanada an. Sie erzählt von Flucht, Vertreibung und Neubeginn, von Schmerz und Lust der Erinnerung und dem täglichen Glück, sein Leben zu wagen. Sie sieht das Exil als Chance, das Leben als Geschenk.

Es ist einfach zu lesen und trotzdem verleitet es dich darüber nachzudenken. Wie deine eigene Kindheit war, was für ein Glück du hattest. Sie schreibt ernst mit einer Prise Ironie. Die Erinnerungen sind meistens eine Seite lang, vielleicht ein bisschen länger. Dadurch ist das kleine 158-seitige Buch viel zu schnell fertig.



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